Vortrag zu biologischer Vaterschaft und Scheinvaterschaft

22. February 2018

Am Samstag, den 20. Januar 2018, fand auf Einladung der Bundesvereinigung Liberale Männer und MANNdat in Nürnberg ein Vortragsabend zum Thema “Biologische Vaterschaft und Scheinvaterschaft” statt. Dabei referierte Herr Riedmeier von der Interessengemeinschaft Jungen, Männer und Väter (IG-JMV) über die zunehmenden Probleme bei der Klärung der biologischen Vaterschaft.

Vortrag

Für viele Männer ist es nach wie vor sehr schwer, ihre Vaterschaft ohne die Zustimmung der Mutter zu prüfen. Auch für Kinder ist es schwer festzustellen, wer ihr biologischer Vater ist. Dies führt dazu, dass viele Männer für Kinder Unterhalt zahlen, obwohl sie gar nicht der tatsächliche Vater sind. Selbst wenn sich zeigt, dass sie fälschlicherweise zum Unterhalt verpflichtet wurden, können Scheinväter keinen Regress einfordern. Die derzeitige gesetzliche Regelung nach der die Feststellung der Vaterschaft ausschließlich vom Willen der Mutter abhängt, verursacht viel Leid nicht nur bei Scheinvätern sondern auch bei den Kindern und den biologischen Vätern.

Derzeit diskutierte Gesetzesentwürfe der Regierungsparteien wollen diese Situation sogar noch verschärfen. Statt die Rolle des biologischen Vaters zu stärken, soll die biologische Vaterschaft weiter geschwächt oder sogar eliminiert werden. Gemäß mancher Vorlagen soll die biologische und genetische Elternschaft (Vater- und Mutterschaft) durch eine rein rechtliche Elternschaft ersetzt werden. Das Recht von Vätern um ein Wissen ihrer Nachkommen wird damit erheblich beschnitten. Auch das Informationsrecht von Kindern zu ihrer biologischen und genetischen Herkunft wird dadurch beschnitten. Die derzeit diskutierten Entwürfe beschneiden zudem auch die Elternrechte biologischer Mütter. Deshalb fordert die IG-JMV eine verpflichtende Feststellung der biologischen Vaterschaft und eine Gleichberechtigung beider biologischen Eltern (Vater und Mutter).